15 MINUTES OF WAR beruht auf wahren Ereignissen und erzählt von einer französischen Spezialeinheit, die 1976 die gewaltsame Entführung eines Schulbusses im Grenzgebiet zwischen Dschibuti und Somalia beenden soll. Als jenseits der Grenze jedoch somalische Truppen und der KGB aufmarschieren, eskaliert die Situation zu einer internationalen Krise im Kalten Krieg.
Die packende und dramatische Geschichte erscheint hierzulande am 27. September als DVD, Blu-ray und VoD.
Im Februar 1976 entführen Terroristen einen Schulbus in der französischen Kolonie Dschibuti. Auf der wilden Flucht ins benachbarte Somalia wird der Bus beschädigt und bleibt im Niemandsland kurz vor der Grenze liegen. Polizei und Armee umstellen den Grenzübergang, doch die Kidnapper drohen mit der Hinrichtung der Kinder.
Paris schickt eine Spezialeinheit unter dem Kommando des besonnenen Scharfschützen Gerval. Seine Aufgabe: Die Entführer ausschalten, ohne dass auch nur eine der zwanzig Geiseln zu Schaden kommt.
Als allerdings auf der anderen Seite der Grenze somalische Truppen und KGB Offiziere aufmarschieren, eskaliert die Situation zu einer internationalen Krise. Gerval muss damit rechnen, dass ein einziger Schuss einen Krieg auslösen wird.
Historischer Hintergrund
15 MINUTES OF WAR basiert auf wahren Begebenheiten.
Das ostafrikanische Dschibuti war seit 1896 französische Kolonie und wurde nach dem zweiten Weltkrieg in ein Überseeterritorium umgewandelt. Seitdem kam es immer wieder zu Spannungen unter den verschiedenen ethnischen Gruppen der Bevölkerung über die Beibehaltung des Kolonialstatus. Während die Minderheit der Afar für den Verbleib unter der französischen Flagge plädierte, so forderte die Bevölkerungsmehrheit der dschibutischen Somali den Anschluss an Somalia. Dieser Konflikt eskalierte in den siebziger Jahren. Er wurde zusätzlich verschärft, weil die Landesgrenze zu Somalia faktisch die Trennlinie zwischen den beiden militärischen Blöcken im Kalten Krieg bildete. Während die Kolonialmacht Frankreich Mitglied der NATO war, so stand Somalia unter dem Einfluss der Sowjetunion und des Warschauer Paktes.
Vor diesem Hintergrund erhielt die gewaltsame Beendigung einer Geiselnahme, die sich im Februar / März 1976 an der Grenze der beiden Länder ereignete, eine erhebliche weltpolitische Brisanz. Höchstwahrscheinlich wurde der militärische Zwischenfall deswegen offiziell unter den Teppich gekehrt. Nur wenige Zeitungen berichteten darüber und meist blieb es bei einer Randnotiz. Erst viele Jahre später wurden Bücher zum Thema veröffentlicht und die explosive Dimension des „15 Minuten Krieges“ wurde erkennbar.
Die Beendigung der Geiselnahme markiert auch die erste Bewährungsprobe der französischen Anti-Terror Einheit GIGN (Groupe d’intervention de la gendarmerie nationale), die später auch im Kampf gegen Flugzeugentführungen eingesetzt wurde.
Regisseur und Drehbuchautor Fred Grivois begann zusammen mit seinen Co-Autoren Ileana Epsztajn und Jérémie Guez vor rund zehn Jahren die Recherche für 15 MINUTES OF WAR. Sie sprachen mit ehemaligen Mitgliedern der GIGN, sowie Geiseln und anderen Beteiligten des Vorfalls.
Grivois betont allerdings, dass der Film nicht als Dokumentation zu verstehen sei. So die Gestaltung der Dramaturgie und der Figuren mit künstlerischen Freiheiten vorgenommen worden. Unter anderem existierte der CIA Agent Shafer gar nicht, sondern er steht stellvertretend für die weltpolitische Rolle der USA. Die Staatssekretärin Michèle Sampieri repräsentiert wiederum die französische Regierung, die erfolglos versuchte, die Krise durch eine Hinhaltetaktik zu lösen.
Über die Besetzung
Alban Lenoir (André Gerval) kann nicht nur auf eine langjährige Karriere als populärer Darsteller in französischen TV-Serien zurückblicken, sondern er hat auch als Stuntman gearbeitet, darunter in 96 Hours (Taken) und Die Logan Verschwörung.
Olga Kurylenko (Jane Andersen) spielte unter anderem die weiblichen Hauptrollen in James Bond: Ein Quantum Trost, Oblivion und The November Man.
Vincent Perez (Général Favrart) wurde dem deutschen Publikum durch seine Hauptrolle in The Crow: Die Rache der Krähe bekannt. Darüber hinaus war er in Die Königin der Verdammten und Fanfan der Husar zu sehen.
Gedreht wurde in Marokko, unter anderem auf einer Militärbasis, wo auch Black Hawk Down entstand. Die Temperaturen von bis zu 52 Grad Celsius erschwerten die Dreharbeiten erheblich. Vor allem die Handhabung der Pyrotechnik wurde bei der Hitze zu einer Herausforderung. Hauptdarsteller Alban Lenoir verbrannte sich die Hand und kugelte die Schulter aus.
